Nach dem Auftreten von COVID-19-Fällen in China konnte anhand der Fallstatistik der Johns-Hopkins-University beobachtet werden, wie der Virus auf der ganze Welt verbreitet wurde. Nur wenige Staaten können, wie die Cookinseln, behaupten "Wir sind Corona-freie Zone!". Die globalen Infektionsketten sind kaum vollständig nachzuvollziehen.
Seit dem ersten Ausbruch der COVID-19 Pandemie ist für medizinisches Personal das Tragen von Schutzausrüstung über einen längeren Zeitpunkt, zum Selbst- und Fremdschutz unabdingbar. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrillen irritiert die Haut und die Gefahr der Entstehung eines Haut- oder Schleimhautdefekts, einer akuten oder chronischen Dermatitis oder dem Auftreten von Sekundärinfektionen wächst.

Aktuelle Studien zur Persistenz von SARS-Cov-2 auf Oberflächen und zur Wirksamkeit biozider Wirkstoffe aus Desinfektionsmitteln gegenüber Coronaviren stellt Prof. Dr. Günter Kampf in seinem Beitrag vor.
Wir wissen aktuell vieles (noch) nicht, was uns die Dynamik der SARS-CoV-2-Pandemie und das Spektrum der Morbidität sowie die konkreten Ursachen der Mortalität erklärt. Wir kennen weder die Gesamtrate der Infektionen einschließlich der symptomlosen Infektionen, noch die Gründe für die unterschiedlichen Schweregrade bei den einzelnen Personengruppen, die Bedeutung unterschiedlicher Begleiterkrankungen und auch, ob es eine unterschiedliche Infektiosität je nach Alter oder Schweregrad gibt.
In seinem Blickpunkt-Artikel führt Dr. Thomas Kienbaum Überlegungen zum Führungsverhalten in Gesundheitseinrichtungen während der COVID-19-Pandemie an.
Dabei geht er u.a. auf die Frage ein, was Mitarbeiter im Gesundheitswesen tun können, um in der aktuellen Situation auf einen Erhalt ihrer physischen und psychischen Ressourcen und ihrer Resilienz zu achten – eine Voraussetzung dafür, dass sie in dieser längere Zeit anhaltenden Belastungsphase für die Patienten sorgen können.
Die Ungeduld ist verständlich: da Hydroxychloroquin in Zellkulturen die Vermehrung von SARS-CoV-2 bereits bei Konzentrationen im mikromolaren Bereich hemmt, sollte es auch zur Therapie der COVID-19 geeignet sein. Warum dauert es so lange, bis diese oder eine andere Substanz – zum Beispiel Remdesivir - zugelassen wird?
„Social distancing“ und der Hashtag „Wir bleiben zu Hause“ sind momentan in aller Munde. Sie machen vor allem deutlich, woran es im Ernstfall liegt, ob Infektionswellen, Epidemien oder Ausbrüche glimpflich verlaufen oder ob eine hohe Zahl an Infektionen auftritt: an unser aller Verhalten.
Die Effektivität der Händedesinfektion wird neben der Ausführung und der Compliance durch die Wirksamkeit des eingesetzten Desinfektionsmittels und den Hautpflegezustand bestimmt. Händedesinfektion – die wichtigste Basismaßnahme der Infektionsverhütung.
Daten über Wirkungen und Nebenwirkungen von Hydroxychloroquin aus randomisierten Studien werden dringend erwartet. Nun wurde in einer Vorabveröffentlichung von insgesamt 62 COVID-19-Patienten berichtet, von denen jeder zweite zusätzlich zur üblichen Versorgung außerdem Hydroxychloroquin erhielt.
In der aktuellen Pandemie-Situation durch COVID-19 stellt sich u.a. die Frage, was wir aus Vorerfahrungen mit Ausbrüchen lernen können. Was kann uns jetzt nutzen? Und was können wir aus der jetzigen Situation für zukünftige Ausbrüche lernen?
Die Aufklärung der detaillierten Struktur der Protease von SARS-CoV-2 stellt einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung von Proteaseinhibitoren dar, die bei Infektionen mit Coronaviren eingesetzt werden könnten.