Korrosionen – „das unterschätzte Risiko“


B. Amann, T. Appel, M. Bertram, P. Bröcheler, D. Diedrich, C. Faßbender, T. Fengler, A. Forster, K. Gehrmann, M. Härtel, M. Kamer, G. Kirmse, P. Sauer, M. Schreiner, T. Schwibbe, U. Zimmermann, T. Gerasch

Wie in vielen anderen Bereichen der Medizin schreitet die Entwicklung der Medizinprodukte (MP) rasch voran. Speziell in der Instrumentenaufbereitung ist ein hohes Maß an Flexibilität, Fachwissen und die stete Bereitschaft zu Fort- und Weiterbildung gefordert. Nur so ist es den Mitarbeitern und Abteilungsleitungen möglich, der stetig fortschreitenden Entwicklung und den daraus resultierenden Vorschriften folgen zu können.
Im Hinblick auf die Patientensicherheit gehören Themen wie OBERFLÄCHENVERÄNDERUNGEN DER MP UND DARAUS RESULTIERENDE MASSNAHMEN (QM) mit zu den wichtigen Verantwortungsbereichen einer AEMP. Obwohl diese Thematik seit Jahren bekannt und zudem fester Bestandteil der Lehrpläne der DGSV ist, findet sich in manchen AEMP immer noch ein hoher Anteil an korrodierten MP.
Der Begriff Korrosion stammt vom lateinischen Wort corrodere: zernagen, zerfressen, zersetzen. Diese Oberflächenveränderungen stellen für Patienten, Anwender und Dritte ein Risiko dar.Für den Medizinbereich sind Stahl, Aluminium und Kunststoffe von besonderem Interesse, in dieser Empfehlung stehen Medizinprodukte (MP) aus Stahl im Mittelpunkt.

Welche Risiken bergen Korrosionen?
1. Hygienische Auswirkungen
Grundsätzlich gehört die Medizinprodukteaufbereitung zu den beherrschbaren Risiken. Entsprechend der DIN EN ISO 17664 sind die Instrumentenhersteller verpflichtet, im Rahmen einer Validierung zu prüfen, mit welchem Aufbereitungsverfahren sichergestellt werden kann, dass ihr MP entsprechend der Forderungen/ Grenzwerte, der für die einzelnen Prozesse geltenden normativen Vorgaben, gereinigt, desinfiziert und/oder sterilisiert werden kann.
Validierte Verfahren innerhalb der AEMP stellen den ERFOLG DER AUFBEREITUNG sicher. Allerdings kann die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse nur dann gewährleistet werden, wenn alle Oberflächen intakt sind.
Betrachtet man Korrosionen unter einem Mikroskop, wird ersichtlich, wie wenig beherrschbar eine solche unebene, mit Kratern übersäte Oberfläche ist. Im Falle der sogenannten Lochkorrosionen verbirgt sich unter dem sichtbaren Loch zudem ein ganzer Hohlraum, in welchem sich Restverschmutzungen und Mikroorganismen festsetzen können.

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Literatur
1. DIN EN ISO 17664 Aufbereitung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Vom Medizinprodukt- Hersteller bereitzustellende Informationen für die Aufbereitung von Medizinprodukten
2. Arbeitskreis Instrumenten Aufbereitung – Rote Broschüre „Instrumenten Aufbereitung, Instrumente werterhaltend aufbereiten“

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