5. Forum Hygiene und Infektiologie in der Dialyse - 8. November 2018, Mannheim

Mannheimer Forum Hygiene und Infektiologie in der Dialyse, 08.11.2018
Gudrun Westermann

Am 8. November fand in Mannheim das 5. Forum Hygiene und Infektiologie in der Dialyse statt. Wie in den vergangenen Jahren waren auch dieses Mal ca. 100 Teilnehmer anwesend. Frau Prof. Constanze Wendt vom Labor Limbach begrüßte die Teilnehmer und führte zusammen mit Frau Dr. Fliser durch das Programm.
Den Beginn machte Dr. Jan Bartel. Er ist beim Labor Limbach für die Hepatitis- und HIV-Diagnostik zuständig. Unter dem Titel „Vom Ursprung zur Pandemie“ erklärte Dr. Bartel zunächst einige Begrifflichkeiten und stellte das Ausmaß der Pandemie anhand aktueller Zahlen dar. Weltweit leben 36,9 Millionen HIV-Infizierte, davon wissen allerdings 25% nichts von ihrer Infektion. Schätzungsweise 35 Millionen Menschen sind bisher an AIDS verstorben. Die Neuinfektionen sind weltweit rückläufig, außer in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, wo das Problem vertuscht wird. In Deutschland gibt es fast 89.000 Infizierte, davon sind 12.700 nicht diagnostiziert. Pro Jahr gibt es etwas über 3000 Neuinfektionen, davon haben 14% bereits AIDS. Dies weist darauf hin, dass die Infektion schon vor Längerem erfolgt ist.
In einem sehr interessanten geschichtlichen Diskurs stellte Dr. Bartel die Zusammenhänge zwischen den Ursprüngen der Epidemie in Afrika, den ersten Fällen Anfang der 1980er Jahre sowie einer Häufung bei Gastarbeitern aus Haiti in den USA dar.
Mindestens dreizehnmal hat die Übertragung von SIV (Simian Immunodeficiency Virus) von Affen auf Menschen stattgefunden.
HIV-1-M, das alleine für die globale Epidemie verantwortlich ist, stammt von SIVcpz aus Schimpansen ab. Die weltweit ältesten HIV-positiven Proben stammen aus den Jahren 1959 und 1960 und wurden in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, gefunden. Vergleiche mit SIV-Stämmen legen nahe, dass der Übertritt auf den Menschen ungefähr 1890 im Südosten Kameruns stattgefunden hat. Im Kongo hatte die Ausbeutung von Bodenschätzen während der belgischen Kolonialzeit zum Bau eines Eisenbahnnetzes geführt, was letztendlich die Ausbreitung des Virus begünstigte. Nach der Unabhängigkeit des Kongos Anfang der 1960er Jahre wurden dort französischsprachige Beamte aus Haiti eingesetzt, die wahrscheinlich das Virus mit nach Hause nahmen.
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Referenzen
Veröffentlichkeitsdatum: 12.12.2018
Autor: Gudrun Westermann
Foto: iStock
Hygiene & Medizin | Jahrgang 43 | 12/2018

 

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