Fortbildungsveranstaltung „Aktuelle Krankenhaushygiene“ am 07. März 2018 in Herne

„Wir sind keine Insel – solange die Deiche halten ...“
Mit dieser Aussage begann Herr Paul Bergervoet aus den Niederlanden, einer der acht Referenten, seinen Vortrag auf dem diesjährigen Ganztagessymposium zur aktuellen Krankenhaushygiene in Herne.
Zum dritten Mal fand diese Veranstaltung als Kooperation zwischen der St. Elisabeth Gruppe Katholische Kliniken Rhein-Ruhr und der HyKoMed GmbH im Kongresszentrum des St. Anna-Hospitals in Herne statt.
Die mehr als 170 Teilnehmer aus dem Gesundheitswesen konnten sich hier, unterstützt von einer Industrieausstellung, über neueste Entwicklungen informieren, sich mit Kollegen austauschen und auf diesem Weg zum Thema Hygiene fortbilden. Die Veranstaltung hat sich damit zur größten jährlichen Fortbildungsveranstaltung für Krankenhaushygiene im Ruhrgebiet entwickelt.
Frau Dr. Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth-Gruppe, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die Hygiene in der Diskussion um hohe Versorgungs- und Ergebnisqualität in der Patientenversorgung eine entscheidende Rolle einnimmt. Als Beispiel für die hohen Anforderungen an die Hygiene nannte sie die Herausforderungen durch die diesjährige Grippewelle, welche gerade im Ruhrgebiet zu vielen stationären Aufnahmen führte.
Über neue Möglichkeiten der Typisierung von multiresistenten Erregern (MRE) referierte Herr Dr. Arthur Pranada, Facharzt für Mikrobiologie, von der überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft MVZ Dr. Eberhard & Partner aus Dortmund im ersten Vortrag des Tages. Nach einem Überblick über die mikrobiologische Arbeit und die Nutzung der Massenspektrometrie (Matrix-assisted laser desorption timeof-flight / MALDI-TOF) bei der Identifizierung von Bakterien wurden verschiedene Typisierungsmethoden wie die Pulsfeld-Gelelektrophorese (PFGE), das Single Locus Sequenz Typing (SLST) und das Multi Locus Sequenz Typing (MLST) mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt, um danach auf neue Technologien zur Typisierung, wie das Next Generation Sequenzing (NGS) und das Whole Genome Sequenzing (WGS) einzugehen. Diese Methoden sind zum jetzigen Zeitpunkt noch aufwändig und teuer, zudem fehlen größtenteils noch definierte Kriterien, an Hand derer die Sequenztypen 100%-ig bestimmt bzw. mit einander verglichen werden können. Die Entwicklung hier ist jedoch rasant, wie der schnelle Eingang der innovativen MALDI-TOF-Methode in die Routine-Diagnostik zeigt. Die neuen Verfahren zeigen deutlich höhere Auflösungen als bisherige Verfahren und bieten daher Chancen einer besseren Differenzierung von Erregern, insbesondere im Rahmen von Ausbruchsgeschehen.
Herr Dr. Johannes Wittmann, Mikrobiologe am Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig, präsentierte eine alternative Therapieform mit dem Einsatz von Bakteriophagen bei bakteriellen Erkrankungen, insbesondere wenn eine (alleinige) Antibiotikatherapie keinen Erfolg brachte.
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