Wasser erfüllt verschiedene Funktionen im Aufbereitungsprozess und hat erheblichen Einfluss auf das Aufbereitungsergebnis und die Werterhaltung der Medizinprodukte. Auch qualitativ hochwertiges Trinkwasser ist nicht steril und kann sich durch natürlich vorkommende Mineralien nachteilig auf die Medizinprodukte auswirken (z.B. Verfärbungen, Ablagerungen, Rost). Auf die Qualität des Trinkwassers ist insbesondere bei der Schlussspülung zu achten.
Dass multiresistente Erreger (MRE) für Patienten und Patientinnen lebensgefährlich sein können, ist allgemein bekannt. Dennoch muss es beunruhigen, dass in Deutschland jedes
Jahr über 50.000 Menschen an MRE-bedingten Infektionen erkranken und etwa 2.400 von ihnen sterben – Tendenz steigend (Quelle: Robert Koch Institut [1]).
Zu der in HYGIENEMANAGEMENT 2/19 veröffentlichten Frage und Antwort zu: „Wie sollte steriles Einmal-Material auf Spritzentabletts oder Blutentnahmetabletts
gelagert werden?“ gab es folgende Rückfrage aus dem Leserkreis:
Liebe Leserinnen, liebe Leser, ....

Wenn Sie das Wort „Hygiene“ hören – woran denken Sie dann im ersten Augenblick?
In der niedergelassenen Praxis werden für die Verpackung kritischer Medizinprodukte vor der Sterilisation verschiedene Verpackungsverfahren eingesetzt.

Eines der wichtigsten Merkmale eines Sterilbarrieresystems und des Verpackungssystems für sterile Medizinprodukte ist die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der Sterilität. Die Entwicklung und Validierung von Verpackungsprozessen ist entscheidend für die Sicherstellung, dass die Unversehrtheit des Sterilbarrieresystems erreicht wird und erhalten bleibt, bis die Verpackung von den Anwendern geöffnet wird.
In jeder Zahnarztpraxis beginnt und endet die Aufbereitung von Medizinprodukten in einem Raum: dem „Steri“. Dort erfolgt die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von allen wieder verwendbaren Instrumenten. Der korrekte Ablauf dieser Aufbereitung ist von großer Bedeutung für die Infektionsprävention und ein zentraler Bestandteil eines erfolgreichen Hygienemanagements.
In der Zahnheilkunde werden zahlreiche unterschiedliche Instrumente zur Behandlung eingesetzt. Diese Instrumente sind abgestimmt auf die Bedürfnisse ihrer Anwender. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Übertragungsinstrumente. Sie werden bei nahezu jeder Behandlung eingesetzt und sind das Hauptwerkzeug jeder Zahnarztpraxis. Auch bei der Aufbereitung bilden diese Instrumente eine besondere Gruppe, denn durch ihre Konstruktion und ihren Aufbau stellen sie eine Herausforderung dar.
Der diesjährige Fachkongress zur Aufbereitung von Medizinprodukten der DGSV e.V. fand vom 2. – 4. Oktober an gewohntem Ort im Esperanto-Kongresszentrum in Fulda statt. Mit über 1000 Teilnehmern und 32 Fachvorträgen stellte die Veranstaltung einen neuen Rekord auf.
Inhalt der Ausgabe 02/2019 der Zeitschrift HYGIENEmanagement
...neulich in der Zahnarzt-Praxis

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„neulich“ ist in meinem Beispiel ersetzbar mit „immer wieder“! Denn immer wieder haben wir im Praxisalltag mit Herstellerangaben und Aufbereitungshinweisen zu tun, die weder die erforderlichen Angaben erfüllen noch umsetzbar sind.
Unser Oralchirurg kam von einer Fortbildung und brachte ein Fixierungsinstrument mit, mit dem kleine Nägel oder Membranen im Knochen fixiert werden. Für die kleinen Nägel gibt es einen Save-Behälter. Das Instrument besteht aus mehreren Teilen, die Gerätespitze kann abgezogen werden und der Schlagbolzen mit Schraubendreher und Ratsche mit einen Sechskantschraubendreher zerlegt werden.
Jedes Jahr erkranken in Europa und den USA nahezu 6 Millionen Patienten an nosokomialen Infektionen, was 140.000 Todesfälle zur Folge hat. Im Vergleich zu anderen Patienten liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie innerhalb von 90 Tagen sterben, bei den Erkrankten um bis zu 80 % höher. Warum Händehygiene und das Reinigen von Oberflächen zur Prävention nicht ausreichen.
In Zusammenarbeit mit Bioscientia ZHI – Zentrum für Hygiene und Infektionsprävention beantworten wir Ihre Fragen, die Sie in der täglichen Praxis beschäftigen.
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