Dass multiresistente Erreger (MRE) für Patienten und Patientinnen lebensgefährlich sein können, ist allgemein bekannt. Dennoch muss es beunruhigen, dass in Deutschland jedes
Jahr über 50.000 Menschen an MRE-bedingten Infektionen erkranken und etwa 2.400 von ihnen sterben – Tendenz steigend (Quelle: Robert Koch Institut [1]).
Wenn Sie das Wort „Hygiene“ hören – woran denken Sie dann im ersten Augenblick?
In jeder Zahnarztpraxis beginnt und endet die Aufbereitung von Medizinprodukten in einem Raum: dem „Steri“. Dort erfolgt die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von allen wieder verwendbaren Instrumenten. Der korrekte Ablauf dieser Aufbereitung ist von großer Bedeutung für die Infektionsprävention und ein zentraler Bestandteil eines erfolgreichen Hygienemanagements.
Jedes Jahr erkranken in Europa und den USA nahezu 6 Millionen Patienten an nosokomialen Infektionen, was 140.000 Todesfälle zur Folge hat. Im Vergleich zu anderen Patienten liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie innerhalb von 90 Tagen sterben, bei den Erkrankten um bis zu 80 % höher. Warum Händehygiene und das Reinigen von Oberflächen zur Prävention nicht ausreichen.
„Neulich“ ist in meinem Beispiel ersetzbar mit „immer wieder“! Denn immer wieder haben wir im Praxisalltag mit Herstellerangaben und Aufbereitungshinweisen zu tun, die weder die erforderlichen Angaben erfüllen noch umsetzbar sind.