Medizinprodukte-Aufbereitung in der Arztpraxis: Wasser und Chemikalien – was ist zu beachten?*

Wasserqualität für die Aufbereitung

Wasser erfüllt verschiedene Funktionen im Aufbereitungsprozess und hat erheblichen Einfluss auf das Aufbereitungsergebnis und die Werterhaltung der Medizinprodukte. Auch qualitativ hochwertiges Trinkwasser ist nicht steril und kann sich durch natürlich vorkommende Mineralien nachteilig auf die Medizinprodukte auswirken (z.B. Verfärbungen, Ablagerungen, Rost). Auf die Qualität des Trinkwassers ist insbesondere bei der Schlussspülung zu achten.

Je nach Prozessschritt werden folgende Wasserqualitäten empfohlen:

Trinkwasser
– für die Vorreinigung
– für das Ansetzen von Reinigungs- und Desinfektionsmittellösung (manuelle Aufbereitung)
– für das Abspülen der Reinigungslösung (manuelle Aufbereitung)
– für die Reinigung und Zwischenspülung im RDG (maschinelle Aufbereitung)

VE-Wasser/Aqua dest.
– für das Abspülen der Desinfektionsmittellösung (Schlussspülung manuelle Aufbereitung)
– für die thermische Desinfektionsspülung im RDG (Schlussspülung maschinelle Aufbereitung)
– für den Sterilisator

Eine mikrobiologisch einwandfreie Qualität des Trinkwassers kann durch den Einsatz von Sterilwasserfiltern sichergestellt
werden. Durch eine spezielle Membran des Filters werden eventuell vorhandene Erreger zurückgehalten. Die Herstellerangaben zu Umgang und Wechselintervallen der Filter sind zu beachten. Bei der maschinellen Aufbereitung wird die mikrobiologische Qualität des Wassers durch die thermische Desinfektionsspülung sichergestellt.
Um eine Anreicherung von Mineralien auf den Medizinprodukten zu vermeiden, kann VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) oder Aqua dest. (destilliertes Wasser) eingesetzt werden. Für kleine Mengen (z.B. bei der manuellen Aufbereitung, Wasser für die Dampferzeugung im Sterilisator) kann eine Bereitstellung des geeigneten Wassers in Kanistern o.ä.
erfolgen. Größere Mengen an vollentsalztem Wasser (z.B. für Reinigungs- und Desinfektionsgerät, Sterilisator) können durch Wasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung gestellt werden. Diese können geräteseitig integriert oder als externe Anlage vorgeschaltet sein.

Auswahl der Aufbereitungschemie

Die Aufbereitung von Medizinprodukten erfolgt in mehreren Schritten. Eine gründliche Reinigung ist die entscheidende Grundlage, um eine wirkungsvolle Desinfektion erzielen zu können. Unter Berücksichtigung des Aufbereitungsverfahrens wird bei der Auswahl der Mittel unter anderem auf Wirkspektrum, Materialverträglichkeit und Anwendersicherheit geachtet. Die Konzentration, die Einwirkzeit und die Nutzungsdauer der Mittel sind entsprechend den Angaben des Herstellers exakt einzuhalten.

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Bildquelle: iStock

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