Prävention von nosokomialen Infektionen in Zeiten antibiotikaresistenter Bakterien

Jedes Jahr erkranken in Europa und den USA nahezu 6 Millionen Patienten an nosokomialen Infektionen, was 140.000 Todesfälle zur Folge hat. Im Vergleich zu anderen Patienten liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie innerhalb von 90 Tagen sterben, bei den Erkrankten um bis zu 80 % höher.
Sogar die saubersten Gesundheitseinrichtungen können als Nährboden für gefährlichen Mikroorganismen dienen. Viruspartikel, die z.B. durch Niesen freigesetzt werden, befinden sich in der Luft und werden von Patienten eingeatmet oder setzen sich auf medizinischen Geräten ab. Krankheitserreger, die sich in einer Schachtel Handschuhe abgelagert haben, gelangen auf direktem Wege in den Blutkreislauf von Patienten. Das Netz der verschiedenen Übertragungswege ist riesig, komplex und unsichtbar.

 

Viele nosokomiale Infektionen können sich als lebensgefährlich herausstellen oder gar tödlich verlaufen.
Grund dafür ist eine zweite Krise: die Antibiotikaresistenz.

 

Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Dickdarmentzündung, Magen-Darm-Erkrankungen, Bauchfellentzündung, Blutvergiftung – viele dieser Infektionen stellen sich als lebensgefährlich heraus oder verlaufen sogar tödlich. Grund dafür ist eine zweite Krise: die dramatische Zunahme von Antibiotikaresistenzen. Durch die falsche Verwendung von Antibiotika wird die antimikrobielle Behandlung zunehmend schwieriger und die Erfolgsaussichten sinken. „Wir haben einen Punkt erreicht, an dem Patienten in Krankenhäusern an Infektionen sterben, für die es keine Antibiotika zur Behandlung gibt“, warnt Arjun Srinivasan, M.D., stellvertretender Direktor für Präventionsprogramme gegen Krankenhausinfektionen bei den U.S. Centers for Disease Control.

Fachkundigen Mitarbeitern sind diese Informationen nicht neu. Was jedoch womöglich auch mit Infektionsprävention vertraute Angestellte überraschen könnte: Händehygiene und das Reinigen von Oberflächen – Methoden, die lange als bewährte Lösungen galten – reichen nicht aus, um dieser Krise Einhalt zu gebieten. Neben strengen Richtlinien im Hinblick auf die falsche Verwendung von Antibiotika sind diese Strategien nach wie vor äußerst wichtig. Sie stellen jedoch inhärent begrenzte und in Zeiten von antibiotikaresistenten Bakterien auch zunehmend unzureichende Maßnahmen dar.

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