Übertragungsinstrumente in der Zahnheilkunde

Fortbildung 

Übertragungsinstrumente in der Zahnheilkunde

Stella Nehr-Werner 

In der Zahnheilkunde werden zahlreiche unterschiedliche Instrumente zur Behandlung eingesetzt. Diese Instrumente sind abgestimmt auf die Bedürfnisse ihrer Anwender. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Übertragungsinstrumente. Sie werden bei nahezu jeder Behandlung eingesetzt und sind das Hauptwerkzeug jeder Zahnarztpraxis. Auch bei der Aufbereitung bilden diese Instrumente eine besondere Gruppe, denn durch ihre Konstruktion und ihren Aufbau stellen sie eine Herausforderung dar.

Turbine versus Hand- und Winkelstück – elektrisch und luftbetrieben

Generell unterscheidet man Übertragungsinstrumente in elektrisch-und luftbetriebene Instrumente. Hand- und Winkelstücke sind elektrisch betriebene Übertragungsinstrumente, Turbinen sind luftbetrieben. Allerdings unterscheidet sich nicht nur der Antrieb, auch die Konstruktion und der Aufbau des Instruments sowie teilweise das Einsatzgebiet sind verschieden. Elektrisch betriebene Instrumente sind in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Über-/Untersetzungen und Drehzahlen erhältlich (siehe Abbildung 1), so dass zahlreiche Einsatzmöglichkeiten bestehen. Weiterhin verfügen sie über
eine einheitliche Motorenschnittstelle, diese ist genormt und entspricht der ISO 3964. Neben den Instrumenten für die Kavitätenpräparation, den sogenannten Schnellläufern (Abbildung 2, Winkelstück rot), gibt es Winkelstücke für das Exkavieren und Finieren, die die Motorendrehzahl von 40.000 Umdrehungen pro Minute wiedergeben und Reduzierwinkelstücke, welche die Motorendrehzahl untersetzen. Weiterhin existieren Spezialwinkelstücke, die z.B. für Endodontie-Behandlungen entwickelt wurden oder für Implantationen geeignet sind. Diese verfügen über spezielle Untersetzungen, sind aber auch in Konstruktion und Aufbau auf ihre Aufgaben angepasst (z.B. nicht vorhandene interne Sprayführung).
Das Handstück (ein gerades Winkelstück) wird hauptsächlich in der Prothetik angewendet. Luftbetriebene Instrumente-Turbinen können nicht in der Drehzahl und Übersetzung eingestellt werden. Die einströmende Luft wird direkt an den Rotor weitergeleitet. Es existieren Turbinen mit Schnellkupplung, die ein schnelles Entfernen des Instrumentes nach der Behandlung ermöglichen sowie Turbinen mit Festanschluss (Abbildung 3). Beim Festanschluss ist die Turbine mittels einer Schraubverbindung fest mit dem Versorgungsschlauch verbunden, die Turbine muss zum Wechseln abgeschraubt werden.

Konstruktion und Aufbau
Betrachtet man das Winkelstück und die Turbine im Querschnitt, so fällt sofort der sehr unterschiedliche Aufbau ins
Auge. Während das Winkelstück aufgrund des Getriebes über einen aufwändigen Aufbau und schwer zugängliche Bereiche verfügt, zeichnet sich die Turbine durch große Hohlräume und ein eher aufgeräumtes Innenleben aus (Abbildung 4 und 5).
Schaut man sich beispielsweise die Explosionszeichnung von Teilen der Übertragungsinstrumente an, so wird schnell ersichtlich, dass es sich bei diesen Instrumenten je nach Ausführung um aufwändige Aufbauten handelt. Als Beispiel sei hier der Kopf eines Winkelstücks aufgeführt (Abbildung 6). Dieser stellt die Verbindung zwischen Bohrer und Antrieb dar. Die feinen Zahnräder übertragen die Kraft des Motors an den Bohrer, welcher von der Spannzange gehalten wird bei Geschwindigkeiten von bis zu 200.000 Umdrehungen pro Minute.

[...]


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Quelle Bild: Sirona Dental Systems 

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