Hygiene & Medizin 12/2018

Ausgabe 12/2018
Hygiene & Medizin 12/2018
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Dieser Artikel erscheint am 12. Dezember 2018

Themen: Aktuell Notwendigkeit einer integrierten Strategie zur Änderung des... mehr
Informationen: "Hygiene & Medizin 12/2018"

Themen:

Aktuell

  • Notwendigkeit einer integrierten Strategie zur Änderung des Hygieneverhaltens im Alltag
  • Ausschreibungen

Hauptarbeiten

  • Holland-Letz J.*, Jatzwauk L.: Evaluation der hygienisch-mikrobiologischen Kontrollen bei der Aufbereitung von Koloskopen am Beispiel der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen – Retrospektive Analyse von Routinedaten im Zeitraum 2010 bis 2015

Mitteilungen der kooperierenden Gesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene

  • Luftqualität im OP-Saal: Wundinfektionen, RLT-Anlagen und Disziplin

Verbund für Angewandte Hygiene

  • Anforderungen an die Zertifizierung von sporiziden Verfahren für die VAH-Liste – neue praxisnahe Methode für die Flächendesinfektion

Referate

  • Zunahme von VRE-Infektionen in Deutschland: Aktuelle Auswertung von KISS-Daten

Veranstaltungen

  • Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress
  • 5. Forum Hygiene und Infektiologie in der Dialyse

Rubriken:

  • Industrie | Jobs
  • Termine
  • Impressum

 

Hauptarbeiten
Julia Holland-Letz1, Lutz Jatzwauk2
1 INSTRUCLEAN GmbH , Duisburg
2 Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus, Dresden

Evaluation der hygienisch-mikrobiologischen Kontrollen bei der Aufbereitung von Koloskopen am Beispiel der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen – Retrospektive Analyse von Routinedaten im Zeitraum 2010 bis 2015
Zusammenfassung
Hintergrund: Die unzureichende Umsetzung geltender Hygienestandards bei der Aufbereitung flexibler Endoskope wurde in der Vergangenheit auf (inter-)nationaler Ebene berichtet (1–6). Gegenstand dieser Arbeit ist eine Evaluation der im Jahr 2002 eingeführten Qualitätssicherungsvereinbarung Koloskopie hinsichtlich deren Auswirkungen auf die Aufbereitungsqualität von Koloskopen für den Bereich der KV Sachsen in den Jahren 2010 bis 2015. Es erfolgen die Analyse qualitativer und quantitativer Keimnachweise, deren Lokalisation sowie eine Untersuchung möglicher Zusammenhänge und Einflussfaktoren.
Methodik: Mittels einer retrospektiven Längsschnittstudie wurden seitens der KV Sachsen bereitgestellte Ergebnisberichte hygienisch-mikrobiologischer Prüfungen (Spüllösung aufbereiteter Koloskope) für den Beobachtungszeitraum 2010 bis 2015 untersucht. Insgesamt konnten 71 Praxen mit 850 Ergebnisberichten in die Untersuchung einbezogen werden.
Ergebnisse: Das Prüfergebnis „Bestanden ohne Keimnachweis“ (kein Keimnachweis in Spüllösung) war im Beobachtungszeitraum stark rückläufig und betrug im 2. Halbjahr 2015 lediglich 64%. Im Gegensatz dazu weisen die Prüfergebnisse „Bestanden mit Keimnachweis“ (Nachweis apathogener Mikroorganismen ≤ 10 KBE/ml) sowie „Beanstandung“ (Nachweis von Indikatorenkeimen oder Koloniezahlen > 10 KBE/ml) eine steigende Tendenz auf. Darüber hinaus zeigen sich Veränderungen bei qualitativen und quantitativen Keimnachweisen sowie deren Lokalisation. Auch konnten Zusammenhänge zwischen der Fallzahl je Praxis und der Anzahl von Beanstandungen nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen aufbereiteter Koloskope im Bereich der KV Sachsen für die Jahre 2010 bis 2015 zeigten im Gegensatz zu früheren Publikationen keine Tendenz zur weiteren Verbesserung der Aufbereitungsqualität [1, 7]. Es gibt Hinweise, dass dies vor allem auf den stärkeren Einsatz sogenannter „Halbautomaten“ bei der Aufbereitung zurückzuführen ist. Keimnachweise unterhalb des Grenzwertes von 10 KBE/ml können zudem als ein Frühindikator für das Auftreten von späteren Grenzwertüberschreitungen gewertet werden.
[...]

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