Weltkongress der Sterilisation in den Niederlanden

Organisiert von WFHSS, DSMH und SVN in Den Haag, 30. Oktober – 2. November 2019

Gudrun Westermann

Im World Forum Kongresszentrum in Den Haag drehte sich in diesen Tagen alles um die Sterilgutaufbereitung – mehr als 1800 Teilnehmer aus aller Welt waren zum Weltkongress gekommen. Die beiden niederländischen Fachgesellschaften SVN und DSMH hatten den Kongress zusammen mit der Weltvereinigung WFHSS organisiert und empfingen die Gäste aus aller Welt am ersten Abend mit einem bunten Programm und niederländischen Spezialitäten.

 Endoskopie – nicht so sicher wie gedacht

Am nächsten Tag eröffnete Margareet Vos das wissenschaftliche Kongressprogramm mit ihrem Vortrag über kontaminierte Endoskope. Sie zeigte Probleme mit bestimmten Designs auf, die sich nicht richtig aufbereiten ließen und zu persistierenden Kontaminationen führten. Anschließend präsentierte sie eigene Studien im Zusammenhang mit Ausbrüchen. Diese traten mit verschiedenen Fabrikaten auf. Es wurden Risikofaktoren für eine Kontamination untersucht ebenso wie die Auswirkungen von Mitarbeiterschulungen. In beiden Studien, die im Abstand von einiger Zeit durchgeführt wurden, veränderten sich die Daten kaum. Ca. 20% der Endoskope waren kontaminiert, und anscheinend hatte die Schulung keinen anhaltenden Effekt.

Vos wies darauf hin, dass es kaum Daten zur Kontamination von Endoskopen gibt. Daten aus der Literatur weichen stark voneinander ab, was auch mit der Definition von „kontaminiert“ zusammenhängt – es werden in den Studien unterschiedliche KBE-Zahlen akzeptiert.

Vos schloss mit ihrer Ansicht, dass die Ergebnisse durchaus besorgniserregend sind – es gibt Infektionen durch kontaminierte Endoskope, und Patienten müssen über die Risiken informiert werden. Man könne nicht sagen, dass es sich um eine völlig sichere Prozedur handelt. Die Anzahl von Erkrankungen sei sicher in der Realität höher – wegen fehlender Surveillance seien die tatsächlich registrierten Fälle nur die Spitze des Eisbergs. Surveillance sei insofern das wichtigste Mittel und sei Grundlage der Risikobekämpfung, sagte Vos.

Als Empfehlung gab sie den Zuhörern mit auf den Weg: wenn positive Ergebnisse auftreten, sollten die betreffenden Endoskope häufiger überprüft werden, um einen Trend sehen zu können.

Patienten müssen über die Risiken informiert werden.

Eine mögliche Lösung, um die Sauberkeit von Endoskopen besser im Blick zu haben, ist es, die Kanäle mit einem Endoskop zu kontrollieren. Darüber berichtete Mary Ann Drosnock, USA, in ihrem Vortrag.

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Lesen Sie den ganzen Artikel in Ausgabe 6/2019

 
BIld: iStock

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