7. Nordhäuser Anti-Dekubitus- und Wundsymposium am Südharz Klinikum Nordhausen

Mona Eisenschmidt und Mario Gießler

Bereits zum 7. Mal organisierte das Wund- und Überleitungsmanagement des Klinikums das Symposium und lud dazu umliegende Arztpraxen, Pflege- und Seniorenheime sowie ambulante Pflegedienste am 22. November 2019 zu einer kostenfreien Fortbildung ein. Die Teilnahme am Symposium war mit 170 Anwesenden so hoch wie noch nie.

Das Wundsymposium soll allen an der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden Beteiligten eine Plattform bieten und zum regen Austausch unter den verschiedenen Berufsgruppen führen. Denn nur gemeinsam kann das Problem Dekubitus erfolgreich angegangen werden.

Das Klinikum begrüßte an diesem Tag verschiedene interne und externe Referentinnen und Referenten, die rund um das Thema Dekubitus und chronische Wunden spannende und informative Vorträge hielten.

Zum Auftakt erörterte Herr Mario Gießler (Leiter des Wund- und Überleitungsmanagement am SHK, Pflegetherapeut Wunde ICW) die Klassifikation des Dekubitus nach der EPUAP. Dabei wurde besonders auf die Unterschiede zu Feuchtigkeitswunden, Inkontinenz Assoziierter Dermatitis (IAD) eingegangen. Immer wieder kommt es zu Fehleinschätzungen und somit zu ungeeigneten Therapieversuchen. Im Vortrag wurde an aktuellen Beispielen, interaktiv Wunden beurteilt und klassifiziert. Den Teilnehmern konnte an Hand von Parametern wie Lokalisation, Wundbeläge, Umgebungshaut, Form und Wundrand die Unterscheidung der Wunden erläutert werden. So können in der Praxis die Wunden besser erkannt und unterschieden werden.

Frau Mona Eisenschmidt (stellvertretende Leitung des Wund,- und Überleitungsmanagement am SHK, Fachtherapeut Wunde ICW) präsentierte gemeinsam mit Herr Gießler aktuelle Fälle aus diesem Jahr. Dabei wurde einmal mehr die Wichtigkeit der Vernetzung aller an der Versorgung Beteiligten verdeutlicht. In den Beispielen wurden Therapiemöglichkeiten aufgezeigt. Dabei ging es um die Plastische Deckung von Dekubitus aber auch um Dekubitus im palliativen Setting.

Als Gastreferenten wurde Frau Heidi Streller (Leitung Wundmanagement Herzzentrum Leipzig) eingeladen, die mit ihrem spannenden Vortrag zum Thema ,,künstliches Herz – Hygiene und Infektprophylaxe“ das Wundsymposium bereicherte. Hierbei ging es um die Versorgung von Menschen mit ,,Kunstherz". Diese Versorgung stellt Betroffene und Pflegende vor immense Herausforderungen. Das Herzzentrum Leipzig hat ein spezielles Versorgungskonzept entwickelt, das zur Vermeidung von Komplikationen eingesetzt wird. Frau Streller erläuterte dabei die einzelnen Komponenten, Durchführung des Verbands und die Handhabung der Verbandstoffe.

Frau Astrid Erhardt (Fachärztin BG Klinikum Bergmannstrost Halle gGmbH) referierte zum Thema Brandverletzte, Therapie bei Schwerstverletzten und Dekubitusprophylaxe bei hoch Risikopatienten.

Das Wund- und Überleitungsmanagement des Klinikums bedankte sich am Schluss bei allen an der Versorgung beteiligten Fachschaften und Kolleginnen und Kollegen aus dem Klinikum sowie für die rege Teilnahme am Symposium und die Unterstützung bei der Organisation. Im nächsten Jahr findet das 8. Nordhäuser Anti-Dekubitus- und Wundsymposium wieder anlässlich des weltweiten Anti-Dekubitus Tag im November 2020 statt.

Mona Eisenschmidt und Mario Gießler
Zentrales Dekubitus- und Wundmanagement
Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH

Impressionen 7. Nordhäuser Anti-Dekubitus- und Wundsymposium am Südharz Klinikum Nordhausen.
Bild 1: Eröffnung durch den medizinischer Geschäftsführer, Dr. Brucke.
Bild 2: Blick ins Publikum.
Bild 3: Mona Eisenschmidt und Mario Gießler.

Bildquelle: M. Gießler

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