In den Ausgaben 2–4/2020 der Zeitschrift WUNDmanagement veröffentlichten wir erstmals eine Bachelorarbeit aus der Pflegewissenschaft. Wir wurden des Öfteren zu diesem Thema angesprochen: Leserinnen und Leser, die sich für eine Weiterbildung interessieren, fragen, wie solche Arbeiten vom Aufbau und Umfang aussehen sollen und ob wir nicht solche Arbeiten publizieren können.
Man mag das Wort kaum noch hören oder lesen – Corona überall! Im Fernsehen, in der Presse im privaten und beruflichen Bereich. Gerade im Gesundheitswesen kommen wir aber nicht daran vorbei, uns intensiv mit der Pandemie, dem Virus und allen damit verbundenen Maßnahmen und Konsequenzen auseinander zu setzen. Deshalb haben wir in einer Umfrage nach den Arbeitsbedingungen und Arbeitsfeldern in Zusammenhang mit der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden gefragt.
Erstaunliche Erkenntnisse über die zerstörerische Wirkung des Virus im menschlichen Körper zeigen die Autoren Alexandra Ron und Prof. Klaus Püschel in einem Bericht über 200 Obduktionen in Hamburg auf. Bemerkenswert ist auch die Einschätzung in Bezug auf die potentielle Steigerung der Anzahl von Wundpatienten nach überstandener Infektion...
Wie „tickt“ so ein Virus? Das hat PD Dr. Andreas Schwarzkopf wieder sehr anschaulich in der Rubrik „Der Erreger des Monats“ dargestellt.
Patienten mit chronischen Wunden waren schon immer einem besonderen Risiko ausgesetzt.
Die relative 5-Jahresmortalität ist vergleichbar mit der von Volkskrankheiten, wie Brustkrebs und anderen Krebsarten und beim DFS führen die durch einen Diabetes mellitus induzierten Amputationen zu einer 5-Jahres-Mortalität von 39–68 % ...
Seit dem ersten Ausbruch der COVID-19 Pandemie ist für medizinisches Personal das Tragen von Schutzausrüstung über einen längeren Zeitpunkt, zum Selbst- und Fremdschutz unabdingbar. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrillen irritiert die Haut und die Gefahr der Entstehung eines Haut- oder Schleimhautdefekts, einer akuten oder chronischen Dermatitis oder dem Auftreten von Sekundärinfektionen wächst.

Intertrigo ist ein weitreichendes Problem, gekennzeichnet durch rote, nässende entzündete Haut. InterDry, ein weicher, feuchtigkeitsableitender Textilstoff mit Silber, bietet ein neues Behandlungskonzept. Eine Anwendungsbeobachtung über 5 Tage an 45 Patienten belegt die Potenz von InterDry eindrücklich: In 42.2% zeigte sich eine vollständige Abheilung der Hautirritation und bei 93.3% war nach 5-tägiger Anwendung keine Mazeration mehr vorhanden oder sie war viel besser.
Im Studium der Humanmedizin wird das Thema Wundmanagement zu selten und meistens unstrukturiert besprochen [1]. In den chirurgischen Fächern ist die Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden oft nur eine Randnotiz und praktische Aspekte werden allenfalls vermittelt, wenn sich ein Studierender explizit für eine Famulatur in entsprechenden Fachdisziplinen entscheidet ... Wir entschieden uns daher für die Entwicklung eines Online Lernmoduls zum Thema Wundmanagement ...
Das Programm bot ein abwechslungsreiches Angebot von interessanten
Beiträgen schließen, die wie jedes Jahr neben fachlichen Schwerpunkten
auch kunstvolle Elemente enthielten. Wissenschaft und Kunst haben vieles gemeinsam: Beide erfordern Kenntnisse und Begabung, Ideen und Inspiration sowie Visionen.

Das Leitthema „Wundbehandlung zwischen Kunst und Innovation“ verbindet
diese Elemente gekonnt. Innovation entsteht nur, weil jemand eine Vision
hat, diese zielstrebig verfolgt, wissenschaftlich auswertet und mit Akribie und Kompetenz bis zum fertigen Produkt oder Konzept bringt.

Der Alltag mit Wundpatienten erfordert die Kunst des Zuhörens, der Zielermittlung und der individuellen Therapieauswahl. Zudem die Kunst, zwischen wirtschaftlichen Gegebenheiten und fachlichen Notwendigkeiten bei knappen personellen Ressourcen die Balance zu halten und nicht die eigene Motivation zu verlieren. .... hier weiterlesen (pdf-Datei hinterlegen)
Wunde verbindet und bewegt: Im Dezember erlebte der Nürnberger Wundkongress seine zweite Auflage. Erneut nutzten knapp 1.300 Mediziner und Pflegefachkräfte die Chance zur wissenschaftlichen Fortbildung beim komplexen Thema Wundversorgung sowie zum kollegialen Austausch untereinander.
Bereits zum 7. Mal organisierte das Wund- und Überleitungsmanagement des Klinikums das Symposium und lud dazu umliegende Arztpraxen, Pflege- und Seniorenheime sowie ambulante Pflegedienste am 22. November 2019 zu einer kostenfreien Fortbildung ein.
Beim zweiten Mülheimer Antidekubitustag trafen sich rund 80 Teilnehmende aus der Region nach Mülheim und diskutierten über die Zukunft des Wundmanagements
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