Essen wie am Mittelmeerstrand

© Jan Hinnerk Timm

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von Jan Hinnerk Timm

Seit einigen Jahren wird in wissenschaftlichen Publikationen und durch Fachgesellschaften darauf hingewiesen, dass der sogenannte mediterrane Ernährungsstil als besonders gesundheitsfördernd gilt. Dies bedeutet aber nicht, dass wir ab jetzt jede Mittagspause beim Lieblingsitaliener verbringen sollten und die abendliche Tiefkühlpizza zur Regel wird. Dadurch verbessert sich eventuell kurzfristig das Wohlbefinden aber sicher nicht längerfristig die Gesundheit. Mit dem Hinweis auf Prinzipien der mediterranen Ernährung sind nicht Pizza, Pasta und Panna Cotta gemeint.

 

Es geht vielmehr um Leinsamen, Fischöl, Vitamine oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren – alles Lebensmittel, von denen begründet angenommen wird, dass sie das Risiko für Gefäßerkrankungen mindern können. Auch Ballaststoffen wird in diesem Zusammenhang von Studien ein positiver Effekt zugesprochen. Insbesondere Getreidefasern steigern offensichtlich die glykämische Reaktion, senken den Lipidspiegel und reduzieren chronische Entzündungen. Da hingegen gesättigte Fette und Butter zur Erhöhung des Cholesterin-Spiegels beitragen, steigern sie auch das Risiko von Gefäßerkrankungen.

Die mediterrane Ernährungsweise setzt sich daher im Wesentlichen aus frischem Obst und Gemüse, etwas Fisch, beispielsweise Lachs und reichlich Hülsenfrüchten zusammen. Hinzu kommen Olivenöl, Vollkorn-Getreideprodukte, Samen und – in geringerem Umfang – Milchprodukte, Fleisch und Wein. 

Die Adhärenz der Patienten gegenüber einer solchen mediterranen Ernährung hat womöglich einen entscheidenden Einfluss auf eine Verringerung des Risikos der Entstehung und Entwicklung insbesondere gefäßbedingter Erkrankungen, wie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK).  Grundlage hierfür sind die positiven Effekte, die eine entsprechend zusammengesetzte Nahrung auf den Zustand unserer Gefäße hat. Eine gesunde Ernährung – beispielsweise nach mediterranen Prinzipien – kann in diesem Zusammenhang den oxidativen Stress reduzieren, die Verformbarkeit der Erythrozyten verbessern und die Endothelzellen stärken. Auch präventiv kann somit eine an diesen Prinzipien orientierte Ernährungstherapie zu weniger Fällen von pAVK führen und darüber hinaus die Situation von Patientengruppen mit hohem Erkrankungsrisiko verbessern.

 

Lesetipp aus dem WUNDmanagement-Archiv

Wie mediterrane Ernährung das pAVK-Risiko verringern kann, lesen Sie HIER.

 


 

 

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