Einblicke, Impulse, Innovationen: Der DEWU Deutscher Wundkongress / Bremer Pflegekongress 2025 versammelte erneut tausende Fachkräfte in Bremen. Highlights waren u.a. das WUNDupdate, neue Forschungsergebnisse, digitale Versorgungslösungen und interaktive Formate. Jetzt nachlesen!
Die Kompressionstherapie ist essenziell für Menschen mit phlebologischen oder lymphologischen Erkrankungen – doch mangelnde Adhärenz kann den Therapieerfolg gefährden. Wie Motivation und Selbstwirksamkeit gesteigert werden können, zeigt dieser Beitrag anhand wissenschaftlicher Modelle und praxisnaher Empfehlungen.
Kompressionstherapie ist die Grundlage für die Behandlung venöser Ulzera. Erfahren Sie die wichtigsten Grundlagen, Bandagierungstechniken, moderne Alternativen wie Mehrkomponentensysteme und MAK, sowie den bewährten CCB-Score für die Praxis.
Der Wissensstand in Medizin und Pflege vergrößert sich ständig und manchmal ist es gar nicht einfach, mit allen aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten. Aber was passiert, wenn das aktuell in der Praxis vorhandene Know-How weit hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen zurückbleibt? Dann klafft eine Lücke zwischen Theorie und Praxis, die eine bestmögliche Versorgung der Patienten verhindert. Eine aktuelle Studie untersucht anhand der phlebologischen Kompressionstherapie, wie – und ob – Wissenserwerb und Wissenstransfer in Medizin und Pflege funktionieren.
Bisher gab es die Leitlinie zum Lipödem in der S1-Form, die jedoch einer Verlängerung bedurfte. Um die Diagnostik und Therapie des Lipödems zu optimieren, wurde sich für eine Aufwertung der Leitlinie in eine S2k-Leitlinie entschieden.
Wieder volles Haus in Bremen – Nach der pandemiebedingten Präsenz-Abstinenz konnte der Doppelkongress in diesem Jahr endlich wieder „im echten Leben“ mit 3.076 Teilnehmenden in Bremen stattfinden. In rund 140 verschiedenen Sitzungen, Workshops, Diskussionen und interaktiven Formaten bot der Doppelkongress nicht nur einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung, sondern vermittelte auch ein Bild vom Stand der derzeitigen gesundheitspolitischen und ethischen Diskussionen.
In der S2k Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Lymphödeme“ wird das Lymphödem als eine „chronisch entzündliche Erkrankung des Interstitiums als Folge einer Schädigung des Lymphsystems […]“ bezeichnet. Die Ursachen sind vielfältig.
Im Jahr 2021 wurde von der European Wound Management Association (EWMA) eine Awareness-Kampagne zum Thema Kompressionstherapie gestartet, die über diese wichtige Therapieform aufklären und zudem dafür Aufmerksamkeit erzeugen will.
In diesem Jahr kommen mit den “Compression Days" maßgeschneiderte Events auf nationaler Ebene hinzu. Die jeweils zwei- bis dreistündigen Events werden als Webinare gestaltet.
Die Intermittierende pneumatische Kompression (IPK) erwirkt durch im Wechsel mit Luft gefüllte Kammern einen massierenden Druck auf die Gefäße. Hierbei liegen die betroffenen Gliedmaßen des Patienten, meist eines oder beide Beine, in einer Manschette, deren Druck über eine angeschlossene Pumpe reguliert und individuell eingestellt werden kann. Wie erfolgsversprechend dieser therapeutische Ansatz ist, zeigt eine Auswertung der Cochrane-Datenbank.
Generell gilt daher die sachgerechte Kompressionstherapie mit phlebologischen Kompressionsverbänden (PKV) als Grundlage der Behandlung des Ulcus cruris venosum. Aber ihr Anwendungsgebiet geht darüber hinaus, denn generell ist diese Therapieform zunächst für fast alle Patienten geeignet, die von Ödemen und Wunden an den unteren Extremitäten und den Erkrankungen, die diese auslösen, betroffen sind. Hierzu gehören, neben den phlebologischen oder lymphatischen Krankheitsbildern, auch das Lipödem und die Adipositas. Hierbei sind allerdings einige Kontraindikationen zu beachten, die eine Kompressionstherapie nur eingeschränkt oder gar nicht zulassen.